Montag, 29. August 2011

"Ist Wien eine Modestadt?" - Daniel Kalt moderiert die Diskussionsrunde über Wiens Mode-Events am FashionCamp

Wer zum FashionCamp Vienna am 10. September kommen wird, darf schon jetzt auf die letzte Session des Tages gespannt sein. Es wird um die Frage gehen, die stets heißt diskutiert wird: "Ist Wien eine Modestadt?"

Genauer gesagt wird sich die Runde der Diskussionsteilnehmer mit der Frage auseinandersetzen, wie die zahlreichen Mode-Events im Zusammenhang mit der Bedeutung Wiens als "Modemetropole" stehen. Gibt es zu viele Events, ist es gut ein großes Angebot bieten zu können, wie kommen die Events in Wien an?

Dass das Thema der Bedeutung Wiens als Modestadt medial viel beachtet wird, zeigt nicht nur die Tatsache, dass in vielen Texten und Interviews in heimischen Medien sich ausgiebig mit dieser Frage beschäftigt wird. Auch Diskussionen zum Thema wurden bereits in der Vergangenheit veranstaltet.

Wir wollen nun einige Vertreter der größten Mode-Events in Wien in einer Runde versammeln und zu einer gemeinsamen Diskussion anregen. Als Diskussionsleiter und Moderator konnten wir Daniel Kalt,
Moderedakteur der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" und Blogger auf ParisVienne.com, gewinnen. Er hat sich bereits vorab Gedanken zum Thema gemacht:

Wie siehst du die Situation der Mode-Events in Wien?

Ungeachtet der Tatsache, dass Wien für das internationale Mode-Business-Treiben keine Rolle spielt, hat die Stadt in fast jedem Quartal ein Mode-Großevent vorzuweisen, das sich offenkundig an das Publikum vor Ort, und hier so gut wie ausschließlich die Endverbraucher (also auf B2C-Ebene) richtet. Das unterscheidet Wien zwar deutlich von den wichtigsten Modestädten der Welt, ist aber keineswegs unüblich. Schließlich gibt es kaum mehr eine Stadt mittlerer Größe, die ganz ohne Modewoche, -tage, oder –wochenende auskommen möchte. In dem Zusammenhang wird Mode meist als probates Mittel der Eventkultur angesehen – das Defilee als Publikumsspektakel. Auch ein Ansatz.

Welche unterschiedlichen Blickwinkel und Aspekte sollen in der Session diskutiert werden?
Ich möchte der Diskussion, die maßgebliche Vertreterinnen der Organisationskomitees von fast allen Wiener Mode-Großveranstaltungen versammelt, an dieser Stelle nicht vorgreifen. Es wird aber jedenfalls zu besprechen sein, welches Event mit welcher konkreten Zielsetzung für welche Klientel ins Leben gerufen wurde.

Welche Punkte sollten besprochen werden, wenn man die Frage "Ist Wien eine Modestadt?" in direkten Zusammenhang mit den in Wien stattfindenden Events setzt?
Da müsste man sich wohl vorab der Definition des spannend/schwammigen Begriffs “Modestadt” zuwenden, und das könnte lange dauern. Ist eine Modestadt eine Stadt, in der B2B-Modegeschäfte relevanten Volumens getätigt werden? Wo die Menschen auf der Straße avantgardistisch-auffällig-kompromisslos und Street-Style-Blog-kompatibel gekleidet sind? Oder klassisch-stilbewusst? Oder wo Mode aus lokaler Produktion bevorzugt wird? Vielleicht werden wir uns auch diesem Aspekt zuwenden, zuvorderst würde ich aber meinen, wir könnten der Frage nachgehen, ob der Wiener Modekuchen, das ist jetzt ein bisschen salopp gesagt, groß genug ist für alle. Immerhin, wie der Franzose sagt: “l’appetit vient en mangeant”. Wenn der Appetit erst beim Essen kommt, könnte es der Kuchenbrösel ja quasi nie genug geben. Oder?

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